Ursprünglich auf Französisch verfasst. Von KI übersetzt — der Sinn wurde bewahrt, nicht der Stil.
Ein Glossar dient nicht nur dazu, Wörter zu definieren.
In einem Wissenssystem dient es dazu, das Vokabular zu stabilisieren, das gemeinsames Denken ermöglicht.
Das ist besonders wichtig in Bereichen, in denen dieselben Begriffe zwischen mehreren Funktionen kursieren: Produkt, Marketing, Vertrieb, Support, Geschäftsführung, Design, Engineering. Jeder kann dieselben Wörter verwenden, ohne ihnen genau dieselbe Bedeutung beizumessen.
Das Glossar verhindert diesen trügerischen Schein.
Ein Glossar klärt die Begriffe, die Entscheidungen tragen
Manche Wörter wirken einfach — bis zu dem Moment, in dem die Organisation entscheiden muss.
Nehmen wir Kundensignal.
Für den Vertrieb kann ein Signal ein Einwand sein, der einen Deal blockiert. Für den Support ist es vielleicht eine wiederkehrende Reibung. Für das Produktteam ist es Rohmaterial, das interpretiert werden muss, bevor Arbeit entsteht. Für Product Marketing ist es ein Hinweis auf Wahrnehmung oder Messaging.
Wenn der Begriff nicht stabilisiert ist, glaubt jeder, über dasselbe zu sprechen, aber die Entscheidungen gehen in unterschiedliche Richtungen.
Ein Glossar-Eintrag dient also dazu, zu sagen:
- was der Begriff im Kontext bedeutet;
- was er nicht bedeutet;
- wie er verwendet wird;
- mit welchen Begriffen er verwechselt werden kann;
- welche Notizen oder Entscheidungen er erhellt.
Was ein Glossar-Eintrag nicht ist
Ein Glossar-Eintrag ist kein Mini-Artikel.
Er soll nicht alles über ein Konzept erzählen. Er soll einen Begriff verwendbar machen.
Er ist auch keine verkleidete atomare Notiz. Eine atomare Notiz trägt eine Idee, oft in Form einer Aussage:
Eine Kundenanfrage sollte ein Signal bleiben, bevor sie zu Arbeit wird
Ein Glossar-Eintrag stabilisiert vielmehr den Begriff:
# Kundensignal
Information von einem Kunden oder Markt, die einen Bedarf, eine Reibung, einen Einwand, eine Einschränkung oder eine Chance anzeigt, ohne unmittelbar eine Entscheidung oder ein Ticket darzustellen.
Die erste Notiz denkt. Die zweite definiert.
Beide sind komplementär.
Wie sieht ein guter Eintrag aus?
Ein guter Glossar-Eintrag beantwortet einige einfache Fragen.
Kurze Definition. Was bedeutet der Begriff in ein oder zwei Sätzen?
Ausführliche Definition. Welche Nuancen muss man kennen, um ihn korrekt zu verwenden?
Verwendung im Bereich. In welchen Liefergegenständen, Entscheidungen oder Diskussionen taucht dieser Begriff auf?
Nicht zu verwechseln mit. Welche ähnlichen Wörter erzeugen Unklarheiten?
Kontextualisierte Verbindungen. Welche atomaren oder thematischen Notizen verwenden diesen Begriff, und warum?
Zum Beispiel kann ein Eintrag Produktpositionierung klarstellen, dass Positionierung nicht nur ein Slogan oder ein Marketing-Satz ist. Sie gibt dem Kunden den richtigen Kontext, um den Wert des Produkts zu verstehen: Kategorie, Alternativen, Zielgruppe, Differenzierung und Kaufgrund.
Diese Klarstellung hat sehr konkrete Auswirkungen. Sie verhindert, Positionierung, Messaging, Wertversprechen, Tagline und Kampagne zu verwechseln.
Warum das Glossar strategisch ist
Das Glossar wird wichtig, sobald ein Notizsystem mehreren Personen oder mehreren Zwecken dient.
In einem Marketing-Kontext kann es Folgendes stabilisieren:
- die Wörter des Kunden;
- die internen Begriffe;
- die Marktkategorien;
- die wahrgenommenen Alternativen;
- die wiederkehrenden Einwände;
- die zu vermeidenden Begriffe;
- die Formulierungen, die ankommen.
In einem Produktkontext kann es Folgendes stabilisieren:
- die Signale;
- die Herausforderungen;
- die Entscheidungen;
- die Abwägungen;
- die Einschränkungen;
- die Segmente;
- die Nutzungssituationen.
Diese Arbeit mag bescheiden wirken, aber sie senkt enorme Kosten: den Aufwand für Gespräche, in denen jeder dasselbe Wort verwendet, um eine andere Idee zu vertreten.
Das Glossar schützt das Notiznetzwerk
Ein Notiznetzwerk hängt von der Qualität seiner Verbindungen ab.
Aber die Verbindungen werden fragil, wenn die Wörter, die sie tragen, mehrdeutig bleiben. Eine Notiz über den Produktkontext, eine Notiz über das Produktgedächtnis und eine Notiz über Customer Knowledge Management können sich kreuzen, ohne sich zu verstehen, wenn ihre Begriffe nicht stabilisiert sind.
Das Glossar übernimmt dann die Rolle einer leichten Infrastruktur.
Es ersetzt die atomaren Notizen nicht, gibt ihnen aber ein gemeinsames Vokabular. Es ersetzt die thematischen Notizen nicht, macht deren Synthesen aber lesbarer. Es ersetzt die Quellen nicht, hilft aber dabei, deren Konzepte in die Sprache des Projekts zu übersetzen.
Die richtige Definition
Ein Glossar-Eintrag ist eine Notiz, die einen Begriff aus dem Fachbereich stabilisiert, um ihn in Entscheidungen, Verbindungen und Liefergegenständen verwendbar zu machen.
Er sollte kurz, klar, wenn möglich mit Quellen belegt, mit den Notizen verknüpft sein, die ihn verwenden, und aufmerksam gegenüber Verwechslungen.
Ein gutes Glossar ist keine Sammlung schulischer Definitionen.
Es ist ein Werkzeug kollektiver Präzision.
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