2026-08-03
Der PO ist kein Beruf, sondern eine Funktion — und die KI ändert daran nichts, sie beschleunigt es
Du stellst einen PO ein, der das Backlog pflegt und zwischen Fachbereich und Entwicklern vermittelt? Dann optimierst du einen längst überholten Ablauf. Dieser Text nimmt die Trennung zwischen denen, die das Produkt denken, und denen, die es ausführen, auseinander: warum sie die Qualität senkt, warum ein Backlog keinen Beruf tragen kann, und warum die KI die letzte Ausrede dafür wegnimmt.
2026-08-01
PM, Entwickler und KI: Die Rollen verschwimmen, die Verantwortlichkeiten bleiben
KI steigert die Produktionsfähigkeit — nicht die Entscheidungsfähigkeit. Entwickler steigen zum Produkt auf, PMs steigen zur Konstruktion ab. Diese Verschiebung verschwimmt die Rollen, ohne die Verantwortlichkeiten aufzulösen. Ein vollständiger Überblick darüber, was KI im Product Management banaliert, was schwer bleibt, und ein Katalog der entstehenden Rollen mit ihren echten Risiken.
2026-07-23
KI sollte nicht nur dazu dienen, zehnmal mehr zu produzieren. Sie sollte uns auch zwingen, zehnmal besser zu verstehen, was wir produzieren.
Code schneller zu produzieren reicht nicht, wenn niemand versteht, was gebaut wurde. KI automatisiert genau die Aufgaben, die Junior-Entwickler formten, und der verzögerte Fehler lehrt nichts mehr, sobald das System zu komplex geworden ist. Einige konkrete Orientierungspunkte, um die Kontrolle zu behalten: klare Verträge zwischen APIs, Tests, die mit dem Funktionalen verbunden sind, Rekonstruierbarkeit als Qualitätskriterium statt bloßer Liefergeschwindigkeit.
2026-07-08
Informationssysteme werden nicht verschwinden. Ihre Form wird sich verändern.
Deine Tools ordnen Informationen gut ein, aber sie kapitalisieren nicht, was diese Informationen dich lehren. Dieser Text erklärt, warum die Zukunft des Informationssystems nicht ein besseres KI-gestütztes Formular ist, sondern eine strukturelle Verschiebung hin zu Kontexten — portablen, gouvernierten Gedächtniseinheiten, die Quellen, Entscheidungen und Überlegungen verknüpfen, statt sie nur zu speichern.
2026-06-03
Product Decision Record: Produktentscheidungen dokumentieren, die das Unternehmen strukturieren
Bestimmte Produktentscheidungen tauchen überall auf: im Roadmap-Komitee, im Vertrieb, in den Spezifikationen, bei jedem großen Kunden. Ohne Aufzeichnung trifft das Unternehmen sie immer wieder, oft mit weniger Kontext. Der PDR — inspiriert von technischen ADRs — dokumentiert diese übergreifenden Entscheidungsregeln. Selten, kurz, unveränderlich: Er sagt nicht, was zu bauen ist, sondern warum das Unternehmen eine Regel gewählt hat. Er beseitigt Dutzende unnötiger Diskussionen.
2026-06-02
Warum Organisationen weiche Entscheidungen bevorzugen
Du verlässt das Meeting mit einem Aktionsplan, aber nichts wurde wirklich entschieden. Das nenne ich eine weiche Entscheidung: eine Nicht-Entscheidung, verkleidet als Konsens. Organisationen ziehen sie oft einer echten Abwägung vor, weil sie den Anschein von Einigkeit wahrt, ohne den Verlust sichtbar zu machen. Dieser Text untersucht, warum dieser Mechanismus kurzfristig rational ist — und warum er bei der Umsetzung so teuer wird.
2026-06-02
Werkzeuge für organisationale Kohärenz
Deine Teams verlassen das Meeting ausgerichtet — und jedes geht mit einer anderen Version der Entscheidung nach Hause. Das Problem ist nicht zu wenige Meetings, sondern das Fehlen gemeinsamer Objekte. Glossar, One-Pager, PR/FAQ, hierarchisierte Kennzahlen, Entscheidungsprotokoll, Eskalationsregeln: Diese Werkzeuge erzeugen keine Ausrichtung, sie zwingen Meinungsverschiedenheiten dazu, sichtbar zu werden, bevor sie Kosten verursachen.